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Das Institut Bremen

Das Bremer Institut sieht seine Hauptaufgabe in der speziellen Unterstützung und Versorgung der in direkter Nachbarschaft bzw. im Umland befindlichen medizinischen Einrichtungen. Die enge klinische Anbindung und die dadurch entstehende Teilnahme am Behandlungsvorgang motiviert unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich aufs Neue, sich für optimale organisatorische Abläufe und Konzepte zur Erhöhung der Sicherheit transfusionsmedizinischer Maßnahmen zu engagieren.

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In Bremen befindet sich das Blutkonservendepot des DRK-Blutspendedienst NSTOB für die Bremer Krankenhäuser und die Krankenhäuser des nördlichen Niedersachsens. Von hier aus werden an jedem Werktag ca. 70 Krankenhäuser kostenlos durch Kühlfahrzeuge des Blutspendedienstes beliefert. Der Transport erfolgt unter ständiger Kontrolle und Dokumentation der Transporttemperaturen, so dass die Qualität der Präparate während des Transports aufrechterhalten wird.

Patientenproben, bei deren Untersuchung in den Krankenhauslaboren Probleme auftreten, welche nur durch Spezialuntersuchungen zu klären sind, können durch die Kliniken den DRK-Fahrern zur Abklärung nach Bremen mitgegeben werden.

Dort erfolgen am Abend und in der Nacht die Untersuchungen. Die nachfolgend für die Patienten bereitgestellten Blutkonserven werden am nächsten Arbeitstag zuverlässig an die Kliniken geliefert. Daneben erhalten rund 80 Arztpraxen nicht nur regelmäßig Konserven, sondern beauftragen die Labore des Instituts mit der Durchführung von Untersuchungen sowohl zur Vorbereitung von Bluttransfusionen als auch zur Bestimmung von Gewebe-(HLA-) Merkmalen, die für Blutstammzelltransplantationen und für die Diagnostik verschiedener Erkrankungen wichtig sind. Das Gewebetypisierungslabor wird auch von den umliegenden Kliniken genutzt. Es arbeitet eng mit dem Deutschen Stammzellregister in Dessau (DSD) zusammen, in dem Menschen registriert sind, die zu einer Knochenmark- bzw. Blutstammzellspende für unverwandte Patienten bereit sind. In diesem Register sind auch viele potentielle Spender aus Bremen und dem Bremer Umland registriert.

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Mit dem Klinikum Bremen-Mitte, einem Krankenhaus der Maximalversorgung, in dem viele schwerst kranke Patienten behandelt werden, ist das Institut seit langen Jahren durch einen Kooperationsvertrag verbunden, auf dessen Grundlage eine ganze Palette von Dienstleistungen erbracht wird. Besonders hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik I und der Prof.-Hess-Kinderklinik zur Absicherung der autologen und allogenen Blutstammzellen-transplantationen bei Patienten mit bösartigen Erkrankungen.

Hier kann das Institut seine Erfahrungen sowohl in der Bestimmung von Gewebemerkmalen als auch in der Gewinnung von Blutstammzellen einbringen. Die Ärzte des Instituts beraten außerdem die Ärzte in beiden Kliniken bezüglich der Auswahl der erforderlichen Blutkonserven, die diesen Patienten vor und nach der Transplantation transfundiert werden und besondere Qualitätsmerkmale aufweisen müssen. Spezielle Präparate werden im Institut gezielt für diese Patienten hergestellt. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der Klinik für Neugeborenenmedizin, die auf die Behandlung von kleinen und sehr kleinen Frühgeborenen spezialisiert ist. Auch für diese kleinen Patienten müssen besondere, nach bestimmten Merkmalen ausgewählte Blutkonserven zur Verfügung gestellt werden. Derartige Präparate bezüglich ihrer Verträglichkeit ständig weiterzuentwickeln, ist ein Hauptanliegen des Instituts.

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Unsere Leistungen im Überblick

  • Blutkonservendepot für die Bremer Krankenhäuser und die Krankenhäuser des nördlichen Niedersachsens
  • Immunhämatologisches Labor mit 24-Stunden-Bereitschaft für MTAs und Ärzte, das die Einrichtungen der Krankenversorgung als Basis- sowie als Referenzlabor unterstützt
  • Gewebetypisierungslabor zur Bestimmung von HLA-Merkmalen und Untersuchung auf HLA- und Thrombozytenantikörper
  • Ständig verfügbarer ärztlicher Konsiliardienst für transfusionsmedizinische Fragen (24-Stunden-Bereitschaft)
  • Lieferung von unbestrahlten oder bestrahlten Erythrozytenkonzentraten
  • Herstellung von bestrahlten Einzelspender-Thrombozytapheresekonzentraten (ggf. HLA- bzw. HPA-ausgewählt) sowie von speziellen Blutkonserven für Früh- und Neugeborene (bestrahlt, portioniert, Konserven für Intrauterin- und Austauschtransfusionen)
  • Lieferung von gepoolten Thrombozytenkonzentraten von vier Fremdspendern
  • Lieferung von therapeutischen Einzelspenderplasmen (GFP)
  • Durchführung von allogenen und autologen Blutstammzellapheresen und allogenen Lymphozytapheresen
  • Qualitätskontrolle für Blutpräparate