Skip Navigation LinksStartseite > Blutspendedienst > Institute > Dessau > HLA-Labor

HLA-Labor

HLA steht für humane Leukozytenantigene, da diese besonders auf den Leukozyten zu finden sind. Da eine große Anzahl der humanen Leukozytenantigene aber von fast allen kernhaltigen Körperzellen getragen werden, nennt man sie umgangssprachlich auch Gewebemerkmale. Die Gewebemerkmale spielen bei der Diagnostik von Erkrankungen (Patienten mit der Erkrankung M. Bechterew z.B. haben meistens das Gewebemerkmal HLA-B27 auf ihren Zellen), in der Transfusionsmedizin und besonders in der Transplantationsmedizin eine große Rolle.

Oft ist eine Stammzelltransplantation für einen Patienten mit einer Leukämie oder einer anderen bösartigen Bluterkrankung die einzige Chance auf Leben. Da die Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger hierbei möglichst genau übereinstimmen müssen, sucht man einen Spender zunächst unter den Geschwistern des Patienten. Familientypisierungen (Bestimmung der HLA- oder Gewebemerkmale von Patient und Familienmitgliedern) sind ein großer Aufgabenbereich in unserem HLA-Labor.

Grafik 2

Nur in 25-30% der Fälle kann ein verwandter Spender gefunden werden, sodass bei der Mehrzahl der Patienten über ein Suchzentrum und das ZKRD (Zentrales Knochenmarkspenderregister in Ulm als Zentrale aller Spenderdateien) mit 70-80 % Erfolgsaussicht nach einem nicht verwandten Spender gesucht wird.

Einzelne Anfragen zwecks Aufnahme in das DSD können an uns gerichtet werden.

Durch Schwangerschaften, Transfusionen oder auch Transplantationen kommen Patienten mit fremden Gewebemerkmalen in Kontakt, so dass sie mit einer Antikörperbildung reagieren können, die wiederum bei Transplantationen und bei Thrombozytentransfusionen hinderlich sind. Die Suche nach solchen Antikörpern gegen HLA-Merkmale stellt einen weiteren Arbeitsschwerpunkt unseres Labors dar.

Aufgaben unseres Labors

  • HLA-Typisierungen vor Stammzelltransplantation von Patienten und Angehörigen
  • HLA-Typisierungen von Patienten mit erforderlicher Thrombozytentransfusion und HLA-Antikörpern
  • HLA-Typisierungen von Patienten vor Organtransplantationen
  • HLA-Typisierungen von freiwilligen Stammzell- bzw. Thrombozytenspendern
  • HLA-Typisierung zu Krankheitsassoziationen
  • HLA-Antikörpersuche
  • Diagnostik zur Heparin induzierten Thrombozytopenie Typ II (HIT-II)
  • Nachweis thrombozytärer Antikörper