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IBS-Labor

Neben dem direkten Nachweis von Infektionserregern im PCR-Labor wird jede Blutspende auch serologisch untersucht. IBS steht für Infektions- und Blutgruppenserologisches Labor.
Zu diesen Untersuchungen im IBS-Labor gehören die Bestimmung der Blutgruppe und die Untersuchung auf Antikörper gegen Infektionserreger oder Bruchstücke von Infektionserregern.
An fünf Blutgruppenautomaten wird von jeder Blutspende die AB0-Blutgruppe, der Rhesusfaktor, die sogenannte Rhesusformel und der Kellfaktor bestimmt und mit den Vorbefunden verglichen. Bei der ersten und zweiten Spende wird zudem zusätzlich mit besonders sensitiven Methoden (z.B. Rhesus-PCR) auf die Ausprägung bestimmter Rhesusfaktoren geschaut, um zu verhindern, dass Blutpräparate mit einem sehr schwach positiven Rhesusfaktor versehentlich als „Rhesus-negativ“ fehlbestimmt werden.

Die serologische Untersuchung auf Infektionserreger umfasst die Untersuchung auf Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, Syphilis und Cytomegalovirusinfektion (bei einem Teil der Blutspenden). Die infektionsserologische Untersuchung und die PCR-Untersuchung ergänzen sich dabei: Während in den frühen Phasen einer Infektion die PCR-Untersuchung mit ihrem direkten Nachweis der Virus-Erbsubstanz einem Antikörpertest weit überlegen ist, kann eine länger zurückliegende, vom Spender nicht bemerkte chronische Infektion mit nur sehr geringen Virusmengen im Blut gelegentlich durch einen Antikörpertest sicherer bemerkt werden als durch den direkten Virusnachweis in der PCR.

Sollte unser Labor von der Norm abweichende (auffällige) Befunde feststellen, werden diese mit ergänzenden Tests (Bestätigungstests) weiter abgeklärt und die betreffenden Blutspender informiert.