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Checkliste für die Blutspende

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene mit einem Mindestgewicht von 50 kg ab 18 Jahren Blut spenden. Blutspenden ab einem Alter von 69 Jahren sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienstes NSTOB auch möglich. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollten die BlutspenderInnen ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.

Was muss ich zur Blutspende mitbringen?

Zur Identitätssicherung bei der Blutspende müssen Sie sich mit einem gültigen Personalausweis ausweisen. Erstspender erhalten im Allgemeinen innerhalb von etwa zehn Tagen nach der ersten Spende einen Unfallhilfe- und Blutspenderpass, in dem ihre Blutgruppe eingetragen ist. Wiederholungsspender bringen bitte diesen Blutspenderpass oder einen gültigen Personalausweis zum den nächsten Blutspendetermin mit.

Bitte nehmen Sie sich außerdem etwa eine bis anderthalb Stunden Zeit. Etwa diese Zeit wird für den gesamten Ablauf der Blutspende einschließlich des Imbisses benötigt, welchen wir nach der Spende reichen. Es ist nicht ratsam, bei einer Blutspende unter Zeitdruck zu stehen.

Spenderinnen und Spender sollten vor der Blutspende etwas gegessen und insbesondere ausreichend nicht alkoholische Getränke zu sich genommen haben. Die normalen Mahlzeiten eines Tages reichen aus. Insbesondere bei heißer Witterung kommt es auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme vor der Blutspende an.

Welche Voraussetzungen muss noch ich beachten?

Nachstehend kann nur auf eine kleine Auswahl wichtiger Kriterien für die Zulassung zur Blutspende eingegangen werden. Letztlich entscheidet der approbierte Arzt auf dem Spendetermin über die Zulassung zur Blutspende. In vielen Fällen ist eine eindeutige Aussage über die Zulassung zur Spende nur nach einem vertiefenden Arztgespräch und entsprechenden Untersuchungen möglich. Der Auskunft über das Internet sind an dieser Stelle Grenzen gesetzt. Insofern können die nachfolgenden Kriterien lediglich der Orientierung dienen.

Gesundheitszustand

Um Blut zu spenden, müssen Sie in einem guten gesundheitlichen Zustand sein. Für die Blutspende relevante Erkrankungen schließen generell von der Blutspende aus. Abhängig von der Art der Erkrankung kann dieser Ausschluss zeitlich begrenzt sein. Bei einigen chronischen Erkrankungen kann trotz Medikamenteneinnahme Blut gespendet werden (z. B. Bluthochdruck, wenn dieser gut eingestellt ist, oder ein mit Tabletten behandelter Diabetes mellitus). In jedem Einzelfall wird durch einen approbierten Arzt individuell die Spendefähigkeit abgeklärt.

Medikamenteneinnahme

Regelmäßige bzw. gelegentliche Medikamenteneinnahme kann zu einer Nicht-Zulassung zur Blutspende führen. Sofern Medikamente eingenommen werden, geben Sie bitte den Namen der Medikamente und die verordnete Einnahme im Spenderfragebogen an. An dieser Stelle ist es leider nicht möglich, auf die Einnahme bestimmter Medikamente bzw. Medikamentengruppen einzugehen. Mehr Information: 0800 / 11 949 11 (kostenlos aus dem dt. Festnetz).

Auslandsreisen, Geburt/ Aufenthalt im Ausland

Reisen in außereuropäische Länder bzw. die Geburt/ das Aufwachsen in solchen Ländern können, wegen der Gefahr einer Übertragung dort erworbener Infektionskrankheiten, zu einem generellen Ausschluss oder. einem zeitlich befristeten Ausschluss von der Blutspende führen. Die Länderliste mit den unterschiedlichen Entscheidungskriterien kann wegen des Umfangs und der Berücksichtigung auch kurzfristiger Entscheidungen hier nicht angezeigt werden. Wenn Sie sich zwischen 1980 und 1996 in der Summe aller Aufenthalte länger als 6 Monate in Großbritannien aufgehalten haben, dürfen sie nach den derzeitigen Bestimmungen in Deutschland nicht zur Blutspende zugelassen werden, da ein erhöhtes Risiko für die Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit besteht.

Impfungen

Nach Schutzimpfungen sind unterschiedliche Zeitabstände bis zur nächsten Blutspende einzuhalten. Sie hängen von der Art der Impfung bzw. des verwendeten Impfstoffes ab. Es ist außerdem zu berücksichtigen, ob es zu Impfreaktionen gekommen ist. Die individuelle Abklärung sollte durch einen Anruf bei unserer Service-Hotline 0800 / 11 949 11 (kostenlos aus dem dt. Festnetz) erfolgen.

Zahnärztliche Behandlung

Eine allgemeine zahnärztliche Kontrollbehandlung und einfache Füllungen verhindern nicht direkt eine Blutspende. Im Einzelfall abzuklären ist die Spenderzulassung aber nach Zahnentfernungen (Ziehen, Ausgraben), nach Wurzelbehandlungen, nach Überkronen und nach Zahnfleischbehandlungen.

Operationen (auch endoskopische bzw. minimal invasive Behandlungen)

Nach Operationen ist die nächste Blutspende erst mit einem von der Art des Eingriffs abhängigen Zeitabstand möglich. Bei größeren Operationen beträgt der Mindestabstand vier Monate. Gerade nach Operationen empfiehlt sich für Blutspendewillige eine vorherige individuelle Abklärung der Spendefähigkeit durch Anruf der Service-Hotline 0800 / 11 949 11 (kostenlos aus dem dt. Festnetz).

Tätowierung, Piercing, Branding

Die Anbringung von neuem Körperschmuck, z.B. Tätowierungen, Piercings, Brandings u.a.m. führt zu einem zeitlich befristeten Ausschluss von der Blutspende. Nach Anbringung des Körperschmucks sollten Sie vier Monate pausieren, bevor Sie wieder zur Blutspende kommen.

Infektionskrankheiten, Kontakt zu Infektionserkrankten

Infektionskrankheiten (z.B. AIDS, Hepatitis u.a.m.) können u.a. durch Blutpräparate übertragen werden. Deshalb dürfen spendewillige Personen, die selbst von entsprechenden Infektionskrankheiten betroffen sind oder bei denen aufgrund der Lebensumstände bzw. persönlichen Kontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko für solche Krankheiten besteht, nicht zur Blutspende zugelassen werden.

Sonstige Voraussetzungen

Sollten Sie noch Zweifel an Ihrer Spendefähigkeit haben, nutzen Sie vor dem Besuch des nächsten Blutspendetermins die kostenlose Service-Hotline. Mehr Information: 0800 / 11 949 11 (kostenlos aus dem dt. Festnetz).