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Blutspender des Monats kommt aus Königerode/Harzgerode

Thomas Hahn (27) war die Freude anzusehen, als ihm am 22. November bei seiner 38. Blutspende im Dorfgemeinschaftshaus in Königerode von DRK-Gebietsreferent Ewald Schaberich sowie weiteren Vertretern des DRK die Auszeichnung zum „Blutspender des Monats“ überreicht wurde. Die Auszeichnung soll vor allem das Engagement von jüngeren Blutspendern würdigen, denen oft mangelndes Interesse und fehlendes Verantwortungsbewusstsein für die soziale Gemeinschaft vorgehalten wird.

Springe/Harzgerode, 22. November 2013

Insbesondere bei den jüngeren Generationen führt die Entwicklung zur Konsum- und Individualgesellschaft zu mehr Egoismus und abnehmender Einsatzbereitschaft für das Gemeinwohl, so die verbreitete These. Dass es auch anders geht, zeigen zahlreiche Blutspender jüngeren Alters aus dem Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienst NSTOB, der für die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen zuständig ist. Damit ihr Engagement entsprechend gewürdigt und auch der Öffentlichkeit bekannt wird, hat der DRK-Blutspendedienst NSTOB die Auszeichnung „Blutspender des Monats“ ins Leben gerufen. Damit sollen, neben den sonst üblichen Ehrungen für langjährige verdiente Blutspender, insbesondere jüngere Blutspender geehrt werden, die mit ihrem Engagement ein Vorbild für ihre Generation sind.

Pritschen, Baggern, Blutspenden - Blutspender des Monats ist begeisterter Volleyballer

Als Blutspender des Monats wurde dieses Mal Thomas Hahn ausgezeichnet. Der aus Königerode/Harzgerode stammende und dort lebende 27-Jährige ist, so wie auch seine ganze Familie, ein leidenschaftlicher Blutspender. Der Königeroder ist begeisterter Hobbyvolleyballer und spielt mit Freunden zusammen in einer ortsansässigen Mannschaft. Aber auch der Fußball, insbesondere der von seiner Lieblingsmannschaft Borussia Mönchengladbach, hat es Thomas Hahn angetan. So reiste er zur Unterstützung unserer Nationalmannschaft sogar zur WM nach Südafrika.

2 Tage nach dem 18. Geburtstag die erste Blutspende

Genauso leidenschaftlich, wie es beim Fußball manchmal zugeht, ist Thomas Hahn, wenn es um die Blutspende geht. Bereits zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag ging er zusammen mit seinem fünf Jahre älterem Bruder zur DRK-Blutspende. Seitdem nimmt er regelmäßig an den Blutspendeterminen in seiner Heimat teil und kommt so in seinen jungen Jahren schon auf insgesamt 38 Blutspenden. Thomas Hahn hat sich vorgenommen, solange es die Gesundheit zulässt, bis ins hohe Alter zum Blutspenden zu gehen und will irgendwann noch seinen Vater überholen, der derzeit noch fünf Blutspenden mehr hat als er. Mit seinem Einsatzwillen ist Thomas Hahn ein Vorbild für soziales Engagement. Im Interview äußerte er sich zu den folgenden Fragen:

Was bedeutet die Auszeichnung zum „Blutspender des Monats“ für Sie?

„Ich fühle mich sehr geehrt, obwohl die Blutspende für mich eigentlich etwas Selbstverständliches ist. Aber wenn meine Ehrung dazu beiträgt, auch andere zum Blutspenden zu animieren, dann ist das eine tolle Sache.“

Warum spenden Sie Blut bzw. wie ist es dazu gekommen?

„Bei mir in der Familie spenden wir alle regelmäßig Blut. Sowohl meine Eltern, als auch mein Bruder und meine Schwester. Das Blutspenden wurde mir also quasi mit in die Wiege gelegt.“

Wo haben Sie zum ersten Mal Blut gespendet?

„Das erste Mal habe ich gleich zwei Tage nach meinem 18. Geburtstag im DRK-Blutspendemobil in Königerode Blut gespendet.“

Wer hat Sie zu Ihrer ersten Blutspende animiert und ggf. begleitet?

„Mein fünf Jahre älterer Bruder hat mich animiert und auch begleitet.“

Warum ist es Ihrer Meinung nach so wichtig, dass andere auch Blut spenden?

„Jeder kann selbst in die Situation kommen, plötzlich und unverhofft auf das Blut bzw. die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Deshalb sollte auch jeder, der gesund ist, dazu bereit sein, mit seiner Blutspende anderen zu helfen.“

Wie schaut es in Ihrem Freundeskreis und der Familie zum Thema Blutspenden aus?

„Bei uns in der Familie gibt es einen regelrechten Wettkampf. Aktuell hat mein Vater noch fünf Blutspenden mehr als ich, aber daran arbeite ich (lacht). Auch aus meinem Freundeskreis und aus der Volleyball-Mannschaft konnte ich schon den ein oder anderen überreden, mit zum Blutspenden zu kommen.“

Ihr Wunsch an alle Nicht-Blutspender?

„Ich wünsche mir, dass alle es einfach mal ausprobieren und keine Angst vor der Nadel haben.“

Bitte ergänzen Sie diesen Satz: Blutspender sind…

„…zur Versorgung der Patienten lebenswichtig!“

Was beschäftigt Sie sonst noch zum Thema Blutspenden?

„Auch wenn ich nicht aufgrund finanzieller Anreize zum Blutspenden gehe, denke ich, dass das DRK große Teile der Bevölkerung mit einer kleinen Aufwandsentschädigung besser zum Blutspenden animieren könnte. Das muss nicht viel sein, sondern mehr eine Art Geste als Anerkennung.“

Dazu Prof. Dr. Thomas Müller, Geschäftsführer vom DRK-Blutspendedienst NSTOB: „Es freut mich sehr, dass junge Menschen wie Thomas Hahn die anfangs erläuterte These widerlegen. Durch seinen uneigennützigen Einsatz ist er den Menschen, insbesondere denen seiner Generation, ein Vorbild und somit auch ein würdiger und verdienter Preisträger. Mit der Auszeichnung zum Blutspender des Monats wollen wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken und hoffen, dass wir damit auch andere Menschen zum Blutspenden animieren können.“

Darum ist das Blutspenden beim Roten Kreuz so wichtig!

In der Bundesrepublik Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes ca. 3,8 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 72 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich.

Sechs regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes zeichnen verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.